Blog zu nachhaltiger Softwareentwicklung und ökologischer Digitalisierung

Hallo zusammen,

ich möchte hier ein wenig Eigenwerbung machen. Hoffe, das ist ok. Wobei Bits und Bäume selbst Schuld ist, dass ich diese Werbung machen kann. :smiley:

Ich habe schon lange nach meinem Thema gesucht. Als ausgebildeter Meteorologe war es immer der Umwelt- und Klimaschutz. Zunächst fand ich die Verbindung auch im Beruf als Mobilitätsberater (ökologische Mobilität). Allerdings war der Beraterjob nichts für mich und bin darüber zum Programmieren gekommen. Seit 2016 bin ich nun Softwareentwickler und seit 2018 Softwarearchitekt. Leider vollkommen ohne Umweltbezug.

Dank Bits & Bäume habe ich die Verbindung der beiden Themen Softwareentwicklung und Umweltschutz gefunden. Um das Thema unter Softwareentwicklern bekannter zu machen, habe ich einen eigenen Blog dazu gestartet: Software hoch n.
Bisher sind nur zwei Beiträge entstanden. Zum einen weil ich bei dem Thema selber noch mehr oder weniger am Anfang stehe und zum anderen weil ich mit meinen eigenen Ressourcen auch nachhaltig „wirtschaften“ muss.

Sicherlich gibt es hier ein paar Leute, die sich für das Thema „nachhaltige Softwareentwicklung“ interessieren. Schaut mal vorbei. Ich bin offen für Kritik, Anregungen und Kontakte. :slight_smile:

Hier der Link: https://www.software-hoch-n.de

Viel Spaß!

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@hermar Spannend, danke Dir! Hab diesselben Interessen (wie viele im Forum hier). Werde auf deinem Blog ab und zu vorbeischauen!

Moin @hermar,

vermutlich sind (mich eingeschlossen) ein Teil der NutzerInnen hier, um sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen :wink:

Ich bin selbst seit über 25 Jahren in der IT-Branche und habe als Projekt-Manager u.a. auch diverse Software-Entwicklungs-Projekte geleitet, auch offshore.

Es wundert mich, dass sich von den vielen EntwicklerInnen, die ich kenne, kaum jemand ehrenamtlich mit den eigenen technischen Kompetenzen in gemeinwohlorientierte Projekte einbringt.

Ja, man hatte beruflich immer viel zu tun (wer hat das nicht?), man ist momentan sehr gefragt, kann viel Geld verdienen und das ist auch schön.

Aber während Software-Entwicklung neben gutem Verdienst auch viel zu einem positiven gesellschaftlichen Wandel beitragen kann, haben Unternehmen, unsere Kunden, insbesondere Konzerne, eher ein „nachgelagertes“ Interesse am Gemeinwohl, wenn überhaupt.

Und jene zivilgesellschaftlichen Akteure, die Verantwortung übernehmen, wie z.B. NPOs und engagierte Bürgerinnen und Bürger haben kein ausreichendes Know-How und meist kein Budget für innovative technische Entwicklungen.

Ich selbst unterstütze deshalb neben meinem privaten sozialen Engagement auch als Unternehmer seit über 15 Jahren NPOs mit meinem Know-How in IT-Fragen und habe das Thema Digitalisierung von NPOs auch auf die Agenda des Bundesverband Smart City (BVSC) gesetzt, dessen Vorstandsvorsitzender ich seit Februar bin.

Über den BVSC stehe ich auch in einem internationalen Austausch zu Themen wie „Responsible Innovation“, „Sustainability Design“ und „Democracy-by-Design“, welche ich euch wärmstens zur Lektüre empfehle.

Ich hoffe, dass ein Umdenken in unserer Branche stattfindet und mehr und mehr EntwicklerInnen Deinem Beispiel folgen!

Also vielen Dank für Deinen Beitrag und Dein Engagement!

Mit kollegialen Grüßen,

Mirko

Super, langsam werden die Akteure sichtbar.
Ich versuche ebenfalls, den Bereich NH-Kriterien für Software und IKT anzutreiben und bin hier in diversen Projekten tätig. Unter anderem bin ich aktiv bei der Kriterien- und Indikatorensammlung.
Wer von euch kennt z.B. den Blauen Engel für Softwareprodukte. Dort geht es zwar „nur“ um Ressourceneffizienz, aber ich würde mich gern u.a. dazu mit euch austauschen.
Auch der Blaue Engel für energieeffizienter Rechenzentrenbetrieb und klimaschonende Colocation-Rechenzentren ist jeweils noch unbekannt bzw. gibt es keinerlei Nachfrage auf Anbieterseite.
Bisher begegnen mir meist Akteure, die digitale Tools für Nachhaltigkeit propagieren (also wieder mal die Idee, die Technik wird’s schon lösen), dabei aber selbst eher nicht-nachhaltige Tools nutzen und dafür auch gar kein Bewusstsein haben.

Hi @DonPasquale,

danke für deinen Beitrag und die weiterführenden Links, die ich mir auf jeden Fall anschauen werde!

Ich denke, dass viele EntwicklerInnen einfach (noch) nicht so weit sind. Die Mehrheit der Gesellschaft hat sich in der heutigen Wirtschaft bequem eingerichtet und EntwicklerInnen gehören nun einmal zu dieser Gesellschaft.
Ich bin auch gerade erst am Anfang meines Engagements… Umso besser, da so für mich noch viel zu tun ist. :slight_smile:

Und hallo @nic,
den Blauen Engel für Softwareprodukte kenne ich. Es geht dort viel um Ressourceneffizienz, aber immerhin ist ein Kriterium auch die Aktualisierung der Software für mindestens 5 Jahre. Für meinen Geschmack ist das immer noch zu kurz, aber besser als nichts.
Gerne können wir uns generell zum Thema Nachhaltigkeit in der Softwareentwicklung/im Betrieb austauschen.

Ich freue mich, das es hier Resonanz zum Thema gibt. Aber eigentlich habe ich auch nichts anderes erwartet. :smiley:

https://www.bmu.de/service/veranstaltungen/livestream/
jetzt ab 14 Uhr Green Cloud-Computing: Energie- und Ressourcenbedarf digitaler Infrastrukturen

Danke, @nic.
Ich habe es zwar zu spät gesehen, aber man kann sich den Stream auf der Seite doch noch anschauen (https://www.bmu.de/service/veranstaltungen/livestream/#c49368). :slight_smile: