The Cities of Tomorrow: How advancements to democracy can result from advancements to technology

Mich hat dies von W3C (Open Government Community Group) erreicht:

I am excited to share with you a brief video presentation: https://youtu.be/qK6fc_EyaXA (3:41).
The video discusses how advancements to democracy can result from advancements to technology. Software platforms can be envisioned on scales beyond those of individuals, teams or enterprises. Discussed, in the presentation, are software such as: “Microsoft City”, “IBM City”, “Google City” and related open-source projects.
Best regards,
Adam Sobieski

Falls wir als B&B hierauf offiziell reagieren wollen (was ich für sinnvoll halte) hier ein paar Gedanken zu dem Video:

  • Technologische Entwicklungen können positiven oder negativen Einfluss auf die Demokratie haben. Es gibt bereits jetzt viele Beispiele für beides.
  • Die Ursprungsmotivation im Video scheint das verkaufen von Lizenzen an Städte zu sein (1. Punkt in der Introduction). Das widerspricht fundamental dem Gedanken von „Public Money Public Code“. (PMPC ist zwar leider kein offizielle BuB-Forderung, aber entspricht doch derem Geist)
  • Es sind ein paar interessante Gedanken drin (z.B. dass Bürger:innen und gewählte Repräsentant:innen Zugang zu den gleichen Daten haben sollten, oder wie Diskussionsprozesse strukturiert werden könnten)
  • Am Ende des Videos wird um Ideen und Feedback per Mail bzw. Mailingliste gebeten.

Das erwähnte Tool (Vocdoni Open Stack – An open tool-set for universally verifiable voting) klingt erstmal interessant. Fraglich ist u.a. jedoch, was „Open“ dabei bedeutet.

Der Urheber des Videos (Adam Sobieski) ist offenbar im W3C involviert und das W3C ist meiner Meinung nach kein unbedeutender Akteur wenn es um die Zukunft der Digitalisierung geht.

Da steckt jede Menge Diskussionspotential drin. Dass es immer gut ist,

finde ich gar nicht so klar, denn bestimmte Daten (z.B. Koordinaten seltener Baumarten, Aggregationen bestimmer Daten nach ethnischen Minderheiten) können nicht einfach so öffentlich gemacht werden, ohne dass negative Folgen vorprogrammiert sind, solange wir nicht alle immer ethisch handeln.

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Guter Punkt. Dass es da Ausnahmen geben sollte sehe auch so. Aber grundsätzlich halte ich Transparenz und OpenData für eine lebendige Zivilgesellschaft für sehr wichtig.

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Sehr interessant aus Stadtforschungs-Perspektive … die Vorstellung, dass Städte mit Eierlegenden-Wollmilchsau-Lösungen von Google oder Microsoft in teure Demokratie-Abonnements gelockt werden ist aber ziemlich übel.

@CarK Tut euch vielleicht für ein Statement auch mit Leuten zusammen, die zu Digitalisierung und Stadt forschen? Da gibt es durchaus einen guten Pool kritischer Köpfe.

Ich empfehle für diese Diskussion das Bürgerbeteiligungs-Tool „DIPAS“, was die Entscheidungshoheit immer noch bei den öfftl. Behörden lässt, jedoch schon sehr viel Interaktion mit Bürgern zulässt - das Tool ist ab Ende 2020 Open Source unter der GPL veröffentlicht, und ist IMHO heute schon kompatibel/nutzbar in Städten, die nur einen Willen dazu haben:

https://www.hamburg.de/dipas/

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Hmm, ich hatte deutlich mehr erwartet von dem Video als ein Runterlesen von abstrakten Stichpunkten.

Das Thema ist auf jeden Fall interessant, aber auch sehr, sehr groß und komplex. Mir ist sehr unklar, was Adam Sobieski mit diesem Video möchte, noch habe ich irgendetwas zu der genannten Software „Microsoft City“, „IBM City“ oder „Google City“ erfahren.

DIPAS sieht ziemlich interssant aus, danke @MathiasRenner. Leider habe ich keine Demoinstanz finden können. Ich habe aber das Gefühl, dass es v.a. um Bürgerbeteiliung bei Bauplanungen geht, also ein starker Geodatenbezug. Hier drei weitere open-source Partizipationsplattformen, die bereits von Städten (mit unterschiedlichem Erfolg) genutzt werden (es gibt vermutlich noch mehr):

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Als Vorstand eines technologie-lastigen Verbands suche ich auch den Schulterschluss mit der Zivilgesellschaft, denn nur deren Akteure haben wirklich den Finger am Puls der Bürgerschaft.
Ich bringe immer gerne das Thema „Democracy by design“ in die Diskussion ein, das anscheinend in Deutschland bisher noch nicht allzu bekannt ist, aber gerne aufgegriffen wird (so u.a. vom Geschäftsführer des BBE, Dr. Ansgar Klein, nach unserem Dialog: https://youtu.be/XkYXG_13jl8?t=2724) und eine gute Basis für eine Grundsatzdebatte ist, welche Technologien demokratieförderlich sein können und welche eher Gefahren bergen.

Hallo alle,

das Video ist inzwischen nicht mehr unter dem Link verfügbar, aber ich erinnere mich, dass ich ähnlich wie @kartoffelsalat etwas enttäuscht von ein paar bemühten abstrakten Punkten war.

Persönlich fand ich zum Thema die Lektüre von Francesca Bria „Die Smarte Stadt neu denken“ voll mit guten Gedanken zur „Zukunft der Stadt“ im Sinne der Bürger*innen(beteiligung) und offener Technologien. Zu ihrer Zeit war Bria die Chief Technology Officer von Barcelona und hat auch dafür gesorgt, dass die Stadt als erste europäische Stadt den offenen Brief „Public Money? Public Code!“ unterzeichnet.

Ich denke es ist wichtig, dass wir da heute die richtigen Forderungen stellen und aufpassen vor zb „Google Open Source“ Projekten, die unter der Haube dann doch wieder mit proprietären Abhängigkeiten zu Google Diensten gestrickt werden.

Danke für den Hinweis mit Dipas.
Decidim in Barcelona ist soweit ich weiß ein Fork von Decide in Madrid, welches von Consul entwickelt wird.

Ja, ich finde auch das Cities of Tommorrow Video war nicht besonders aussagekräftig.
Francesca Bria, Anne Hidalgo (Open Source Projekt Lutece) und andere sind natürlich Ikonen, die zeigen, wie es gehen kann und sollte.
Es gilt aber in Bezug auf Digitalisierung (und nicht nur in Hinblick auf sog. Smart City Technologien) auf einer tieferen Ebene zu denken, vor allem philosophisch-ethisch.
Wir haben die Gefahr einer zentralisierten Datengewalt und ein Gegenmittel ist Transparenz. Aber nicht nur Transparenz mittels Open Data und Open Source, sondern bis in die untersten Software und Hardware Ebenen.
Und wir brauchen einen viel breiteren Blick auf Technologie-Design und einige Ansätze ind Democracy-by design, Responisble Innovation und Sustainability Design.