"Softwarekonzept für ununterbrochenes Commoning"

Ich stelle es mal hier mit rein, ist vom bundesweiten Email Verteiler.

Hallo Listenteilnehmis,

als Mitglied des Permakultur-Institutes e.V. und des Commons Institutes e.V. liegen mir grundlegende Ideen, Ansätze und Perspektiven sehr am Herzen. Dazu zählt ein holistisches Denken, das sich nicht ausschließlich auf gewisse Aspekte oder Disziplinen fokussiert, sondern vom systemischen Ganzen her denkt.

Im Bewusstsein darüber, dass es eine gänzliche neue Kultur brauchen wird, um die anstehenden globalen Krisen und Verwerfungen meistern zu können, welche unter anderem auf neuen Arten der Kommunikation, der Entscheidungsfindung, der Bewirtschaftung, der Herstellung und Re*produktion und vor allem anderen Formen von sozialen Beziehungen beruht, braucht es vermutlich auch noch ein technisches Werkzeug, welches diese Kultur auf globalem Maßstab ermöglicht, katalysiert und
zum Erblühen bringen kann.

Aus den Arbeiten des Commons Institutes entsteht gerade ein
Softwarekonzept, welches die Vision verfolgt, das bisher größte vom Menschen geschaffene Netzwerk der Welt abzulösen: den Markt. Dabei setzt es auf das bisher zweitgrößte, inzwischen ebenfalls weltumspannende Netzwerk: das Internet.

Kernidee des Konzeptes ist dabei, die soziale und kooperative Praxis des Commoning als Alternative zum marktförmigen (Preis-)Handel auch zwischen Menschen zu ermöglichen, die sich nicht kennen - also zwischen einem konkreten Individuum und einer abstrakter Allgemeinheit. Dies ermöglichte ganz praktisch eine rein kooperative Vernetzung von bereits solidarisch wirtschaftenden Insellösungen zu einem Großen Ganzen.
Man könnte diese Idee auch so umreißen, dass eine fortschrittliche Art der Planwirtschaft entstehen könnte, die man dann auch besser Peer-Produktion nennen sollte. Im Vergleich zur Idee aus vergangenen Jahrhunderten, besteht heute jedoch eine Möglichkeit, die Re*Produktion nach Bedürfnissen und Fähigkeiten, nicht mit Stift und Papier an zentraler Stelle und von oben herab zu planen, sondern die zur Bedürfnisbefriedigung notwendigen Informationen quasi in Echtzeit, automatisiert aufbereitet und in verteilten (nicht nur dezentralen!)
Strukturen auf Augenhöhe zu sammeln, zu verarbeiten, bereitzustellen und letztlich sogar weltweit auszutauschen.

Das Projekt geht davon aus, dass unter zunehmender Einbettung und Nutzung eines solchen Werkzeugs in digitalen, sozialen Netzwerken sich die Rahmenbedingungen der involvierten Menschen verändern, die zunehmend jenseits von Konkurrenz, Wettbewerb, Profit und Wachstumszwang miteinander wirtschaften. Erst diese neue Form von Freiheit ermöglicht
und beschleunigt dann wirklich grundlegend nachhaltige Lösungen, die heutzutage noch jenseits des Machbaren erscheinen…

Wer sich für das Projekt interessiert und sich näher damit beschäftigen mag, kann sich hier in die Entwicklung einbringen:

Ein Einstiegspunkt in die theoretischen Grundlagen des Projektes findet sich hier:

Es gibt vielfältige Aufgaben zu erledigen, die sich vom Mitdenken an noch offenen Fragestellungen über die Realisierung der Programmierung und Integration, Übersetzungs- und Vernetzungsarbeiten sowie das Aufsetzen einer Projekthomepage oder das Umsetzen einer Crowd-Funding-Kampagne zur Finanzierung (u.v.m.) erstrecken.

Jede Unterstütung ist herzlich willkommen!

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