AG-Gründung Wissensdatenbank

Schon mehrfach wurde im Matrix-Channel und bei verschiedenen Treffen der Wunsch nach einer Wissensdatenbank mit Bits-und-Bäume-Bezug deutlich. Auf dem gestrigen Vernetzungstreffen ist aus diesem Ansinnen eine AG geworden: Vier Menschen haben Mitmachinteresse bekundet :raised_hands:. Dieser Forenbeitrag hier soll als Anlaufpunkt für die weitere Aktivität dienen. Genaueres wird sich finden.

Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, demnächst, eine Anstoß-Telekonferenz (Kickoffmeeting) durchzuführen. Alle, die bei dieser dabei sein uder sich anderweitig in die AG-Arbeit einbringen möchten, können gerne privat oder öffentlich auf diese Nachricht antworten. Natürlich ist ein Einstieg auch später noch möglich.

Als niedrigschwellig zugänglicher Platz für Ideen und Gedanken kann dieses Pad dienen.

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Also, ich fange mal mit dem Termin-Vorschlagen an:
wie wäre es am Mi., 10. März, Mi., 17. März (Ende bis 19:00 Uhr) oder Do., 18. März (aber bei mir ist da 19:30 Uhr Ende)?


Übrigens: Wir haben bereits eine Anfrage zu dem Thema.

Ich hätte evt. Interesse mitzumachen. Weiß allerdings noch nicht, um was es bei der Wissensdatenbank genau gehen soll.

@Tanja Super!

Worum es gehen soll, ist tatsächlich nicht so leicht in Worte zu fassen. Und wahrscheinlich haben alle bisher interessierten auch unterschiedliche Vorstellungen davon. Soweit ich es verstehe, ist der beste Plan den wir bisher haben, dass wir unsere Vorstellungen miteinander abgleichen und dann schauen, ob es genügend Überlappung gibt, sodass eine Zusammenarbeit sinnvoll ist.

@jbechtel @nidi @Tanja
Um die Terminfindung zu vereinfachen, habe ich eine Terminumfrage mit obigen Vorschlägen angelegt:

https://dudle.inf.tu-dresden.de/ag_wissensdatenbank/

Mir geht es genauso - es ist nicht einfach zu definieren.

Gedankenmäßig kann man da a) von der Selbstverständlichkeit her, b) vom Ziel her oder c) von den Details her und d) von der Abgrenzung her, e) bzgl. Zielkonflikten und f) von der Kapazitätsfrage her herangehen:

a) Die menschliche Gesellschaft sammelt schon lange Wissen, z. B. über Sonnenfinsternisse, Pflanzensorten, Mathematik, über sich selbst, etc… Wenn man es ganz platt formuliert, dann ist es ja „klar“ oder „offensichtlich“, dass Wissen sinnvoll ist. (Wie man da jetzt den Begriff „Datenbank“ einsortiert, ist die Frage)

b) Andersrum gefragt: was kann uns/der Gesellschaft eine Wissensdatenbank bringen?

  • Schutz vor Lügen und Betrug
  • Blick über den Tellerrand: wie machen es andere? Sind deren Konzepte erfolgreich oder nicht?
  • Unterstützung für die Prioritätensetzung

c) Wenn man das Thema von innen her beleuchtet, dann kann man auch in die Details einsteigen: Wie baue ich ein einfach gestricktes System auf, in dem ich komplexe Fragen recherchieren kann? Was ist überhaupt eine komplexe Frage (z. B. könnte die einfache Frage, ob eine Videokonferenz oder ein persönliches Treffen energieeffizienter ist, sehr stark von der Auswirkung auf die Nutzung, von Kriterien der Effektivität, von Mitnahmeeffekten, von Details des Verkehrs-/Datennetzaufbaus abhängen). Insofern wäre es einseitig, so eine Datenbank nur als Sammlung von Datensätzen zu verstehen. Es gehören auch Anleitungen/Herangehensweisen und eine gelebte Nutzung dazu.

d) Was bringt eine Wissensdatenbank nicht?

  • Unbedingte Überzeugungskraft - wer Fakten abweist, um eigene Vorteile zu erzwingen (und gegenüber sich selbst zu rechtfertigen), wird zwar bloßgestellt, aber nicht direkt an der Erlangung von Vorteilen gehindert.
  • Sicherheit vor Überraschungen (dann war da doch irgendein Aspekt, welcher irrelevant schien und nicht recherchiert wurde, aber am Ende entscheidend für das Thema war)

e) Das hier passt zu a) - vielleicht wäre die Welt besser, wenn alle dumm wären und unfähig, systematisch in die Natur einzugreifen. Wenn man es so sieht, wäre Wissen nicht sinnvoll. Wenn man es nicht so sieht, dann muss man überlegen, wie man mit denen auskommt, die dem systematischen Wissen stark ablehnend gegenüberstehen. Wenn man noch nicht entschieden ist, dann wäre ein guter Ansatz, das als erste Frage aufzufassen, die man von der Wissensdatenbank beantwortet haben will.

f) Haben wir als Team die Kapazität/Kraft dazu? Gibt es bereits Projekte, von denen Bestandteile übernommen werden könnten, wo man als „Sparte“ zusammenarbeiten könnte oder worin man ganz aufgehen könnte, statt was eigenes aufzumachen. (Wenn ich das für mich alleine entscheiden würde, kämen die irrationalsten Herangehensweisen dabei heraus, welche schnell von der Realität überholt werden; vielleicht ist man als Gruppe ausgewogener in der Entscheidung …)

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Ich kann leider nur an einem Termin - ist eingetragen. Am 17. März wollte ich mir mal die folgende Veranstaltung anhören:
https://www.volkshochschule.de/veranstaltungskalender/veranstaltungen/hauptkalender/smart-democracy-digitalisierung.php

Vielleicht ist die für Euch auch interessant!

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Ich fände es interessant, aus den ganzen „Zettelkästen“, die so rumgeistern (Chats, Github etc) eine strukturierte Anwendung zu machen. Wo man nicht nur Links reinwirft („da hab ich was interessantes gesehen“), sondern die dann auch das „Interessante“ von „da“ einliest und suchbar macht. Faktengegner kann man damit sicher nicht überzeugen, aber wenn man mal ein paar handfeste Referenzen hat statt „irgendwo im Internet“ ist es sicher nicht schlecht.
Meine erste Frage wäre: CO2 Footprint digitaler Dienste

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  1. Termin: Die Umfrage ist ziemlich eindeutig: Alle 5, die sich bisher eingetragen haben können am Mittwoch 18:00 Uhr. Dann nehmen wir das. Konferenzlink: https://lecture.senfcall.de/bit-f17-e0c-kny

  2. @aku Gute Punkte!

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hallo,

ich hab mich drüben für die AG zu freier software in for-future gruppen eingetragen und kann leider nicht mehr zeit aufwenden.
deshalb hier ein beitrag nur als kommentar/gedanke:

  • ich glaube es ist wichtig und hilfreich für die arbeit von ganz vielen, die sich hier treffen, ressourcen in verschiedene kisten ablegen zu können, die sich im besten fall taggen und suchen lassen.

  • da das ganze sortieren und pflegen alles sehr zeitaufwändig ist und zeitkritisch angesichts dessen, dass alles schnell veraltet/versandet, halte ich eine struktur für sinnvoll, die einfach ist, aus selbsterklärenden kategorien (die sich bei bedarf einfach schachteln oder weiter aufsplitten lassen). also zum beispiel sowas wie

  • material ( z.B. unterteilt in: artikel (gfs in themengruppen oder reine text/titelsuchfunktion bzw. alphabetisch oder nach einstellungs- bzw. erscheinungsdatum, irgendwie simpel sortiert halt, damit es nicht nach einer weile einfach nur ein haufen ist, zu groß um sinnvoll was wieder zu finden), slides von vorträgen, videos/webinaraufzeichnungen, theorieansätze, reports, handbücher (etwa zu digitaler selbstverteidigung)/forderungskataloge/factsheets z.B.)

  • gruppen und organisationen, gfs mit ansprechperson

  • software (hier sollten wir das integriert denken mit dem, was die andere AG zu software/infrastruktur aufbaut)

  • hardware, könnte auch noch ein gutes kapitel sein.

so oder irgendwie anders im ersten schritt,

  • dann würd ich einfach mal einsortieren/zusammentragen, was alles schon irgendwo rumfliegt
  • dann die kategorien/kapitel anpassen
    (- an dieser stelle (oder der davor) könnte es auch einen aufruf geben in die ganze community: added euer zeug, danach müsste aber dann sicher nochmal eine runde aufräumen kommen)
  • dann einen schritt zurückgehen und gucken, was drin ist und dann
  • überlegen, hier fände ich ein treffen dazu total spannend: was haben wir da alles, lässt sich gut damit arbeiten, sachen finden und teilen, brauchen wir andere zugänge, fehlt uns was etc.
    daraus müsste sich dann sukzessive eine bibliothek ergeben, in der schachteln auch immer wieder verschoben werden können, um neu zu sortieren, wenn dinge sich ändern, die community wächst, besondere themen grade anstehen oder sich verdichten.

(ein anderer zugang, alles in der ersten ebene in themengruppen zu splitten, z.b. energieeffizienz, kommunikation …, ist aus meiner sicht zu aufwändig und oft schlecht separaierbar, weil themen oft quer sind und sich inhaltlich überschneiden und zudem so sehr schnell sehr viele unterebenen entstehen, die unübersichtlich sind und schlecht zu pflegen. deshalb würde ich die erste ebene kategorien nach „was es ist“ machen eher als nach „worüber/wozu es ist“)

(nochmal, disclaimer: aus zeitgründen von mir einfach nur ein kommentar)

lieben gruß
nana

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ah, was ich noch wichtig fände wäre eine kategorie „meta“ für sachen zur selbstreflektion der community, etwa:

  • decolonialization
  • self care
  • feminism

Hier die Terminumfrage für das nächste Treffen:

https://dudle.inf.tu-dresden.de/ag_wissensdatenbank/ (gleicher Link wie oben, aber neuer Inhalt).

Anhand des Dudles identifiziere ich mal den 31. März 18:00 Uhr als nächsten Termin. Ich habe für den Kalendereintrag ein neues Thema angelegt, aber es ist vmtl. besser, wenn wir hier weiterreden.

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… was ich auch gleich tue:

Ich habe eine gefragt, die lange im Archiv einer Zeitung gearbeitet hat und jetzt in der Bibliothek eines Vereines aktiv ist. Sie nannte den Abrufweg als relevanteste Architekturbedingung. (Bei der Zeitung hatten die das in Thema+Unterthema sortiert in Hängemappenschränken zugreifbar. Es hat sich dabei jedoch viel um eigene Artikel gehandelt, weniger um fremdes Material)

Es ist die Frage, was wir für uns daraus ableiten können. Wir hatten ja auch den Zufluss an Informationen, nicht nur den Abfluss, diskutiert. Vllt. kann man ein paar „Use cases“ daraus basteln. Vllt. bedingt es sich gegenseitig.

Die Organisation der Informationserfassung und -verarbeitung ist natürlich super wichtig. Ich wäre auch dafür, dass wir am 31. März ausreichend Zeit dafür reservieren, über welche Inhalte wir eigentlich reden und für wen wir eine Wissensdatenbank mit welchem Ziel aufbauen wollen. Es gibt ja auch schon (Wissens-)Plattformen im Bereich Digitalisierung und Nachhaltigkeit bsp. reset.org oder nachhaltig.digital etc. Wie grenzen wir uns von den ab bzw. welchen Mehrwert stiften wir?

Hm, ich weiß ja, dass ich die Terminumfrage gestartet habe und dann den Termin verkündet habe, aber leider geht es bei mir nur ca. eine Stunde.

War das mit Abgrenzung/Mehrwert ein Themenvorschlag für morgen oder eine Frage für’s Forum?

Ich würde es mal so sagen: nachhaltig.digital ist eher eine Akteurs-Vorstellung. Ich konnte kein tiefergehendes Wissen auf der Seite finden. Reset.org hat einen Riesenartikel zum Thema. Ich habe ihn mir noch nicht durchgelesen, aber vllt. ist alles (indirekt) drin? Wir könnten ja bei reset.org anfragen, ob wir mitmachen können. Es gibt ggf. jedoch Fälle, die nicht in diese Kategorie passen. Man müsste das mal im Detail anschauen.

War als Impuls für heute gedacht, verbunden mit dem Wunsch Klarheit über die Inhalte einer möglichen Wissensdatenbank zu bekommen. Auf unserem Pad stehen Aufzählungen wie ‚Welche Gruppe gibt es‘ und Themen wie ‚Energieverbrauch, Rohstoffe in Elektronik‘. Das sind Inhalte, die auch auf den anderen Plattformen zu finden sind.

für heute ist der Link auch wieder: https://lecture.senfcall.de/bit-f17-e0c-kny

Ich habe schon mal angefangen das Pad mit Quellen zu füllen! Natürlich noch sehr unstrukturiert und erstmal gesammelt. Von banalen Blogartikel, über Podcast bis hin zu wissenschaftlicher Studie ist alles dabei. Das ist noch nicht alles und bei weitem nicht zu allen denkbaren Themenfeldern, aber erstmal eine Grundlage, auf der wir uns vielleicht über mögliche Inhalte einer Datenbank austauschen können. Ergänzt bitte nach Lust und Laune, ich mache das auch weiter.

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Hallo zusammen,

ich habe mit KollegInnen vom Bundesverband Smart City e.V. (BVSC) im letzten Jahr ein ähnliches Projekt gestartet, das aber bisher leider noch nicht durchgestartet ist.

Wir haben seinerzeit Kooperationspartner gesucht und die Idee ist auf großes Interesse gestoßen. Allerdings haben diverse Institutionen es vorgezogen, selbst ein ähnliches Projekt auf Basis eines WIKIs zu starten, anstatt sich mit uns zusammen zu tun und Kräfte zu bündeln.

Anscheinend war die Verlockung zu groß, ein Geschäftsmodell aus der Idee zu machen, anstatt - wie wir es geplant haben - ohne finanzielles Interesse dem Gemeinwohl zu dienen :wink:

Vielleicht besteht ja eurerseits Interesse an einer Kooperation?

Der BVSC ist eine der ersten Organisationen, die (seit 2011) Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen denkt.
Er hat satzungsmäßig große Schnittmengen mit den Forderungen von Bits und Bäume und wir arbeiten in verschiedenen Projekten und Aktionen mit VertreterInnen von Bits und Bäume zusammen.

https://bundesverband-smart-city.org/projekt-smart-wiki

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Hallo alle zusammen,

hier die neue Umfrage (alte URL) für das nächste Treffen der AG Wissensdatenbank:

https://dudle.inf.tu-dresden.de/ag_wissensdatenbank/